Geburt

„Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen hätten, dann würden wir hinaufsteigen und dich zurückholen!“

Wenn Sie erfahren, dass Ihr Kind schwer krank ist, sterben wird oder gestorben ist, wird das erwartete Kontinuum von Schwangerschaft, Geburt und Familienzeit unterbrochen. Die Wiederaufnahme dieses Kontinuums lässt Sie in Ihre Kraft zurückfinden, damit Sie folgender Frage Raum geben können: Was war vorgesehen für mein Kind/für die Geburt?

Gebären Sie Ihr Kind so, wie Sie sich die Geburt vor der Hiobsbotschaft vorgestellt haben. Es spricht nichts dagegen.

Geburt

  • Schmerztherapie
  • Geburtsform (Gebärwanne, Positionen, unterstützende Hilfsmittel)
  • Atmosphäre (eigene Musik, Kerzenlicht, Duftöl, Massage, etc.)

Kaiserschnitt

Bei einem ursprünglich geplanten Kaiserschnitt ist eine natürliche Geburt möglich, wenn bei Ihnen keine medizinischen Probleme bestehen. Für die Trauerverarbeitung kann es wichtig sein, den Geburtsprozess mitzuerleben und aktiv vom Kind Abschied zu nehmen.

Milchbildung

Die Vorbereitung der Brüste zur Milchbildung beginnt bereits in der Schwangerschaft, damit die Mutter ihr Kind direkt nach der Geburt stillen kann. Stirbt das Kind im Mutterleib oder kurz nach der Geburt, ist auch alles bereit. Es gibt zwei Wege im Umgang mit der Laktation:

  • Physiologische Unterstützung und therapeutische Anwendungen
  • Medikamentöse Intervention und Beschleunigung der Milchversiegung

Der aktuelle Forschungsstand belegt, dass die medikamentöse Intervention zu Beginn des Abstillprozesses schneller wirkt, im gesamten Verlauf jedoch keinen Vorteil aufweist gegenüber dem natürlichen Verlauf.
Mütter schätzen rückblickend mehrheitlich das bewusste Erleben der natürlichen Prozesse. Als zentral wichtig äussern sie die differenzierte Aufklärung, genügend Zeit zum Entscheiden und eine professionelle Begleitung

 

Weitere wichtige Informationen zum Thema Milchbildung finden Sie hier: kindsverlust.ch